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Rhodesian Ridgebacks und die Jagd Ridgebacks
sind Jagdhunde und als solche brauchen sie auch eine passende Führung
und Ausbildung. Das muss nicht als Jagdhund sein - unsere sind
hauptsächlich "nur" Familienhunde - aber eine fundierte
Ausbildung zum Begleithund und Fährtentraining lasten Hund und Mensch
aus und führen zu einer Teambildung, die auch im Alltag immer wieder
Freude bereitet.
Für die Nachsuche auch auf wehrhaftes Wild ist der
Rhodesian Ridgeback gut geeignet, aber er ist nicht
fährtenlaut.
Für das Apportieren eignet er sich nur bedingt: Aziza
sucht, findet und apportiert ihr prey-dummy mit Begeisterung, Asir
konnte das auch, aber Oribi weigert sich standhaft....Adjiri ist ein
passabler Verlorenbringer
Aziza

Einweisen zum Apport: Aziza
Und mit der Wasserfreude hapert es je nach Veranlagung
auch meist.
Bakiri Hunter of Didingwe im November 2007
Aber bei guter "Führung" gewinnen auch die
Jüngsten schon Pokale. Hier Bakiri mit seinem ersten Pokal bei
einer Unterordnungsprüfung.
Asir auf dem Unimog
Aus unseren Würfen werden jagdlich geführt: Aziza
Huntress of Didingwe und ihre Mutter Namilanga´s Oribi, Bakiri Hunter
of Didingwe und Barazahi Hunter of Didingwe. Ashura Shani Huntress of
Didingwe arbeitet als mantrailer - siehe den unten stehende Bericht.
Nasenarbeit mit dem Ridgeback
Hier wird
Adjiri zu seiner ersten Schleppe geführt, abgesichert mit der
Leine:
Ansetzten am
"Abgang"
Ruhige
Aufnahme der Wittrung
Ruhiges
Suchen
Er
hat den geschleppten Kleinsäuger gefunden..
und
apportiert ihn zurück zum Abgang
Als Abkömmling von mit der Nase suchenden Jagdhunden ( u. a.
Pointern) und Sichthetzern ( Greyhounds) ist der Rhodesian Ridgeback
ein Hund, der sehr gut und gerne sucht. Da er aber sein Windhunderbe
nicht verleugnen kann, wird er in seiner Art der Suche immer anders
sein als unsere (Dienst-) Gebrauchshunde wie z.B. der Deutsche
Schäferhund.
RRs bleiben bei der Suche gerne mal stehen und schauen, ob sie
nicht vielleicht das Wild – die Beute – ganz allgemein das Ende
der Suche - schon erkennen können. Als Energiesparhund, der der RR ja
ist, die beste Methode, schnell ans Ende der Fährte zu kommen.!
Nasenarbeit ganz allgemein lastet jeden Hund hervorragend aus:
körperlich und geistig! Egal ob es eine Fährte (setzt
geeignetes Gelände und entsprechende Vorbereitung und Zeit voraus)
oder eine Verlorensuche (Gegenstand – kaltes Wild) oder
Personensuche ist: der Hund arbeitet mit uns zusammen, er führt uns
zum Objekt oder bringt es uns ( falls möglich und im Bringen
ausgebildet) oder zeigt es uns an ( durch Freiverweisen =
zurückkommen und den Hundeführer hinführen, verbellen, oder
Apportieren eines Bringsels = Bringselverweisen). Diese Arbeit macht
Hund und Besitzer zu einem Team, bei dem sich der eine auf den anderen
verlassen muss.
Wir unterscheiden zwischen dem Fährten mit tiefer Nase auf einer
dem Hund gezeigten Fährte oder Spur, und dem Stöbern mit halbhoher
Nase, wo es keinen „Anfang“, keinen Abgang gibt.
Führer- und Fremdfährten, Schleppen ( ein kaltes Wild ( Hase,
Fuchs) wird gezogen und dann liegen gelassen, der Hund muss
apportieren), und Schweißfährten werden mit tiefer Nase gesucht.
Gestöbert wird nach Flugwild und Hasen und beim sog. Mantrailing
(Infos dazu unter www.didingwe.de
unter „Ausbildung“). Die Verlorensuche, wie ich sie zur Auslastung
der Hunde ausübe, ist eigentlich ein rückwärtsfährten, wo die
Fährte auf einer zeitlichen Achse gedacht nicht jünger, sondern
älter wird.
Grundlagen:
Dass der Hund einen wesentlich besseren Geruchssinn als der Mensch
hat, ist bekannt. Die Anzahl seiner Geruchszellen auf der
Nasenschleimhaut und deren Oberfläche ist unter den Säugetieren mit
am größten. Der Mensch hat ein Riechepithel in der Größe von 5
cm² mit 10 Mio. Riechzellen. Beim Hund sollen es ca. 230 Mio.
Riechzellen sein (wobei diese Angaben von der Größe der Hunde
abhängen). Außerdem verfügt der Hund über das Jacobson`sche Organ.
Die Geruchsempfindlichkeit des Hundes ist - je nach Stoff-
bis zu 10 Mio. mal höher als beim Menschen. Die
Differenzierungsfähigkeit von Duftstoffen ist beim Hund etwa um den
Faktor 1000 besser als beim Mensch. Dieses ist nicht nur durch die
Anzahl der Rezeptoren, sondern hauptsächlich durch die Art der
Verschaltung verursacht.. Beim Fährten riecht der Hund nicht nur die
Säfte der zertretenen Vegetation, die zerdrückten Käfer und
sonstige Organismen, sondern auch den Geruch des Fährtenlegers (Haare
fallen herunter, Hautschuppen, Fasern der Kleidung, Schuhcreme etc.).
Außerdem kommen noch angewehte Geruchspartikel der Umgebung sowie die
Fährten der in den letzten Stunden dort gelaufenen Tiere und Menschen
hinzu. Am besten stellt man sich diese ganzen Fährten und Spuren als
farbige Linien vor.
Wenn ich dem Hund nun den Beginn einer Fährte zeige, sage ich ihm:
genau dem Geruch, den du da riechst, dem folgst du jetzt! Daher kann
ich auch weitere Hunde auf derselben Fährte arbeiten lassen.
Beim Stöbern weise ich dem Hund einen bestimmten Bereich zu, den
er in der sog. Quersuche vor mir durchkämmen soll ( dazu muss der
Hund im Gehorsam gut durchgearbeitet sein), oder, beim Mantrailing,
ich gebe ihm eine Geruchsprobe und folge dem Hund dann an einer
Suchleine.
Fährten:
Als Fährtengelände benötigen wir eine Naturfläche, Wiese oder
Acker ( in der Vegetationszeit Genehmigung des Besitzers / Pächters
einholen), die nicht in der Nähe eines stark von Menschen oder Hunden
frequentieren Weges und zu Beginn auch nicht zu nahe an einem Wald (
Wildfährten!) liegen soll. Auch darf sie nicht frisch gedüngt oder
erst kürzlich gemäht worden sein, und der Bewuchs darf nicht zu hoch
sein. Da der Hund lernen soll, die Nase und nicht die Augen zu
verwenden, ist frisch geeggter Acker ungünstig, ebenso Schnee. Aber
wir sehen genau, wo wir waren, und welche anderen Fährten noch im
Gelände liegen ( Füchse, Hasen, Rehe etc)
Als Ausrüstung benötigen wir für den Hund ein gut sitzendes
Suchgeschirr und zu Beginn eine 2m –Leine, später eine 10m lange
Fährtenleine. Der Mensch sollte feste Schuhe, evt. Gummistiefel,
tragen.
Zum Erlernen des Fährtens nehme ich dann eine 100g-Aluschale
Katzennassfutter. Während der Hund angeleint und festgebunden
zuschaut, tupfe ich meine Schuhspitzen in das Katzenfutter und
vertrete meinen Abgang in Form eines Dreiecks, mit der Spitze des
Dreiecks in meine Laufrichtung. An diesem Abgang halte ich mich ca. ½
Minute auf, schreite dann in zu Beginn kleinen Schritten los und tupfe
meine Schuhspitze(n) immer mal wieder in das Katzenfutter. Nach ca. 10
– 15 m hebe ich das Schälchen hoch, zeige es dem Hund und lege es
dann auf den Boden. Bei der allerersten Fährte komme ich auf genau
dem selben Weg wieder zurück zum Ausgangspunkt. Dann hole ich den
Hund, ziehe ihm in Ruhe das Geschirr an, greife die Leine kurz und
führe ihn zum Abgang. Mit dem Hörzeichen „Suuuch ( Fährte)“
soll er dort ruhig den Abgang erkunden, gründlich abschnüffeln, und
dann langsam Schritt für Schritt weiter suchen, bis zum
Futterschälchen, das er dann natürlich leeren darf.
Weitere kurze Fährten in dieser Art folgen, bis der Hund das
Hörzeichen „Such Fährte“ verstanden hat.
Wichtig in der Aufbauphase ist, dass ich IMMER weiß, wo ich
gegangen bin, um den Hund korrigieren zu können. Dazu muss ich mir
genau merken, wo ich gegangen bin ( Steine, bunte Blumen, markante
Büsche etc.).
Korrigiert wird, unter Zeigen auf den Fährtenverlauf, immer in
freundlichem Ton!!
Beim Lernen des Fährtens ist auch immer der Wind zu beachten.
Damit der Hund die Nase unten behält, ist Rückenwind sinnvoll. Bei
starkem Seitenwind ist es auch normal, dass der Hund praktisch neben
der Fährte sucht, da der Wind den Geruch verträgt.
Die Fährten werden langsam länger, es wird immer weniger und dann
gar kein Hineintupfen der Stiefelspitze ins Katzenfutter geben, es
werden Bögen, dann stumpfe Winkel, später rechte Winkel eingebaut,
die Katzenfutterschale wird schon lange nicht mehr gezeigt, der Hund
schaut beim Legen der Fährte nicht mehr zu, es wird immer mehr Leine
gegeben, bis der Hund selbstständig an der langen 10 m Leine vor mir
sucht und die Dauer, die eine Fährte liegt, bis zu 24 Stunden
gesteigert wird und eine Fremdperson die Fährte legt.
Aber am Ende der Fährte findet der Hund immer etwas!
Wenn eine Fährte länger liegt, ist es sinnvoll, die Belohnung /
den Gegenstand erst kurz vor der Suche am Endpunkt abzulegen. Füchse,
andere Hunde, Krähen, aber auch Ameisen lieben Fleisch und
ähnliches. Dicht schließende Gefäße verwenden!
Im Hundesport werden auf der Fährte auch noch kleinere
Gegenstände abgelegt, die der Hund stehend, sitzend oder liegend
verweisen muss.
Bei bestimmten Fährtenhundprüfungen muss der Hund sich auch den
Abgang selber suchen.
Fährten macht sehr viel Spaß, man lernt seinen Hund lesen,
erkennt seine Reaktionen bei unvorhergesehenen Situationen (
Schwammerlsucher, anderer Hund auf der Fährte) und es stärkt die
Kondition ;-).
Weitere Informationen unter http://www.airedales-von-der-laubenhaid.de/Hundesport/Fahrte/fahrte.html
Verlorensuche:
Ziel dieser Suche ist, dass wir den Hund während eines
Spazierganges zusätzlich naslich auslasten, indem wir einen
Gegenstand (Spielzeug, Preydummie, Schlüsselbund) „verlieren“ und
den Hund auf kürzere oder längerer Strecke zurück suchen lassen.
Achtung! Während bei einer Fährte oder Schleppe die verfolgte
Spur zeitlich immer jünger wird, wird sie bei der Rücksuche immer
älter! Hunde können das sehr genau unterscheiden!
Zum Lernen leinen wir den Hund wieder an und binden ihn fest oder
lassen ihn absitzen. Wir nehmen den Gegenstand, machen ihn
interessant, tragen ihn auf dem Weg, den wir gegangen sind, etwas
zurück und legen ihn dort ab. Zurück beim Hund lassen wir ihn neben
uns, in die Suchrichtung gewandt, absitzen, sagen „Such verloren“
und lassen ihn los. Vielleicht begleiten wir ihn noch ein Stück,
loben ihn, wenn er gefunden hat, und laufen mit ihm, evt. angeleint,
zurück zum Ausgangspunkt. Dabei sollte der Hund den Gegenstand
freiwillig tragen. ( Den Aufbau des Apportierens zu schildern nimmt in
diesem Rahmen zu viel Platz ein).
Der Gegenstand wird gegen Futter getauscht ( Beutetausch). Diese
Übung mache ich ein paar mal, bis der Hund das Hörzeichen verstanden
hat.
Dann lasse ich während eines Spazierganges den Gegenstand heimlich
fallen, gehe einen gewisse Strecke, rufe den Hund zu mir: „Verloren?“
. Den Hund absitzen lassen und mit „Such verloren, bring“ ( wenn
er bringen kann) zum Suchen schicken.
Zunehmend wird die Strecke, die der Hund zurück sucht,
verlängert.
Bitte nur auf einsameren Wegen arbeiten und über Strecken, die
überschaubar sind. Nicht dass sich ein Spaziergänger erschrickt,
wenn auf einmal ein Hund mit tiefer Nase daher stürmt, oder ein
Jagdpächter auf falsche Ideen kommt.
Weitere Hinweise auch unter www.nasenarbeit.de
Reizangeltraining
Um unsere auch jagdlich geführten Hunde im Gehorsam zu
halten, aber auch um sie für Rennen und Coursing ( siehe nächstes
Kapitel) fit zu machen, trainiere ich mit ihnen mit der Reizangel. Dazu
habe ich eine billige Teleskopangelrute gekauft, eine stabile Reepschnur
mit Karabiner befestigt, und kann so falsche "Hasis" wie auf der
Rennbahn, Preydummies, normale Dummies oder andere interessante Dinge
anhängen. Ziel ist immer der Gehorsam: Der Hund darf hinterher hetzen,
wenn ich es sage! Und sonst bewegt sich das Dummy nicht! Also zuerst
"sitz und bleib", oder "platz und bleib" oder
"steh". Zuerst ohne Bewegung der Dummies, dann mit. Oder einfach
"schone!". Außerdem kann ich sehr gut das Ausgeben üben, aber
auch das Zutragen. Der Höhepunkt ist dann das Platz aus der Bewegung, mit
Hörzeichen oder Triller, während sich das Dummie weiter bewegt.
Schließlich kann eine Hilfsperson mit der Reizangel hinter einem Baum
oder Stadel platziert werden, und man kann den Gehorsam auf diese Distanz
trainieren.

Adjiri: "steh" -
"schone!"
"voran"

Auf die Bodenbeschaffenheit ist zu
achten!
Und rechtzeitig aufhören!

Beschleunigung aus dem
Platz
und Finale.....
Aziza ist vorsichtiger, läuft eher
innen
und braucht immer ihr weiches Dummy dazu

Und dann trägt sie es mir immer
zu.
Schließlich trägt sie es zum Auto.
Siehe auch: http://www.petnews.de/downloadcenter-kataloge-prospekte-heimtierbedarf/doc_view/285-reizangeltraining
Coursing und Rennen
Coursings finden auf freiem Feld
statt. Hier geht es nicht nur um Geschwindigkeit, sondern auch das
Jadgverhalten wird beurteilt. Dazu werden unregelmäßig an
verschiedenen Stellen Umlenkrollen in den Boden gesteckt, über die
das Zugseil ausgelegt wird. Am Ende des Zugseils befindet sich, wie
auf der Rennbahn, eine Hasenattrappe, meist in Form von Plastikbändern
oder Fellstücken. Ziel ist es hier, eine echte Hasenhetze zu
simulieren, bei der die Beute auch Haken schlagen kann und die Hunde
sie daher nicht nur direkt verfolgen, sondern auch mitdenken müssen.
Es starten ein oder zwei Hunde, und jeder Hund läuft beim Coursing
zwei Durchgänge. Die Strecke beträgt 800 - 900 m. Das Verhalten
der Hunde wird von zwei Coursingrichtern bewertet. Das
internationale Coursingreglement der FCI sieht vor, dass die Richter
die Hunde anhand der folgenden Kriterien bewerten: Schnelligkeit,
Eifer, Intelligenz, Gewandtheit und Kondition. Pro Kriterium können
die Richter bis maximal 20 Punkte vergeben. Bei nationalen Coursings
können jedoch auch abweichende Bewertungssysteme zur Anwendung
kommen. An Internationalen Coursings
innerhalb der FCI wird für Windhunderassen das Certificat
d'aptitude au Championnat International des Courses de Lévriers (CACIL)
vergeben. Adjiri hat das Windhund - Gen in sich entdeckt
- er erlief bei seinem ersten Coursing einen vierten Platz. Auf
der Rennbahn starten die Hunde aus Boxen oder bei großen Rassen
auch aus der Hand auf einer festen Bahn mit Gras- oder Sandoberfläche.
Sie laufen einem künstlichen Hasen aus Flatternband hinterher, der
von z.B. einer umgebauten Motorsäge gezogen wird. Da Windhunde –
anders als die meisten anderen Hunderassen – primär auf Sicht
jagen, ist vor allem die Bewegung des Objektes entscheidend, nicht
sein Geruch oder sein Aussehen. Manche rennen auch nur dem Zugwagen
hinterher, auch wenn nichts dran hängt - sie gehen nach dem
Geräusch der Maschine. Da Aziza zur Nachsuche
ausgebildet wurde, suchte sie auf dem Geläuf die
"Fährte" des gezogenen Rehfelles. Häufig
besteht der Hase aber einfach aus einem Bündel Flatterband. Die übliche
Bahnlänge beträgt 480 m.
Neben den offiziellen Veranstaltungen bieten die
Windhundrennvereine auch regelmäßige Trainings an, an denen
meistens auch Rhodesian Ridgebacks oder Windhunde ohne Renn- oder
Coursinglizenz teilnehmen können.
Aus: http://rhodesian-ridgeback.at/erziehung-und-arbeit/rennbahn.html
Von Silvia Gürtler:
Hunderennen
und Jagen ein Widerspruch?
Diese
Frage kann mit einem klaren NEIN beantwortet werden. Meine Erfahrung
ist die, dass mein Hund, solange er im Training steht, gerne aufs Haserl
verzichtet. Bei den Windhundleuten
darauf angesprochen, wunderte das niemand. So mancher Hund zieht die
Bequemlichkeit der Rennbahn dem fraglichen Vergnügen vor, über
Stock und Stein zu hetzten.
Alles
gut und schön, beantwortet aber die Frage nicht. Fakt ist, dass der
Hund auf der Bahn an eine Fülle von Eindrücken gewöhnt wird, die
für ihn im unmittelbaren Zusammenhang stehen, wenn er den Kick
erlebt, sich auspowern
zu dürfen... natürlich über den Hetztrieb. Alles, was den Hund,
egal welcher Rasse, ausmacht und ihn für uns Menschen so wertvoll
macht, basiert über den Beute- oder Hetztrieb, kein Schutzhund
ohne in den Ärmel beißen zu dürfen, kein Drogen- oder Zollwachhund
ohne seine Spielbelohnung,
kein Agility
ohne belohnende Worte od.
Leckerli u.s.w.
Selbst beim Spiel miteinander – oder wer kennt es nicht, die „narrischen
5 Minuten“, die uns Hundebesitzer
in Verzückung geraten lassen – dient dies nichts anderem, als
beim Hund Stress abzubauen und durch Ausschüttung von Adrenalin
und Hormonen ein Glücksgefühl zu erfahren.
Die
Wahrnehmung des Hundes beschränkt sich nicht auf das stupide
Hinterherlaufen einer vermeintlichen Beute, mit Verlaub aber so dumm
sind sie wirklich nicht. Das Surren der Zugmaschine, das Scheppern
der Startbox,
das Gehaltenwerden bis der Hase vorbeikommt, das sich Freilaufen können
und letztendlich in das Hasi
beißen macht den Kick aus. Kein Hund sieht ein imaginäres Wild vor
sich herlaufen.
Natürlich
kann ich eine Verknüpfung herstellen, indem ich mit echten Hasen-
oder Hirschfellen
den Geruch einbeziehe. Die Arbeit mit echten Fellen oder Kadavern
lehne ich ethisch und moralisch grundsätzlich ab! Das Wildern ist
ein generelles Problem bei sehr vielen Hunden – unabhängig von
der Rasse. Es entsteht meistens durch Unterforderung,
falsches Verhalten der Besitzer, aber hauptsächlich durch
Nachahmung. Man sollte nicht versuchen, den Instinkt auszuschalten,
sondern ihn in geordnete Bahnen zu lenken.
Eine
von vielen Möglichkeiten bietet sicherlich die Rennbahn, weil es
dem Hund Gelegenheit gibt, sich in seinem ureigensten Interesse zu
entfalten, und das ist leider in unserer Gesellschaft nicht mehr möglich.
Fazit:
Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass egal aus welcher Sparte,
ob Familien-, Arbeits-,
Jagd- oder Sporthund,
Rasse oder Mix, sich die Rennbahn als wunderbarer Ausgleich erweist.
Silvia Gürtler
Mantrailing:
Ein Bericht von Sabrina Beksits und
Oliver Rumley und ihrer Ashura-Shani Huntress of Didingwe
Was ist das?
Mantrailing ist eine besondere Art
der Personensuche. Hierbei folgt der Hund der Spur eines ganz
bestimmten Menschen. Er unterscheidet die Spuren durch den
Individualgeruch, der bei jedem Menschen einzigartig ist. Dieser
besteht aus Hautschuppen, Haaren, Schweiß und vielen weiteren
Partikeln. Etwa fünf Mio. solcher Partikel werden von jedem
Menschen pro Minute verloren. So legt jeder von uns bei jedem
Schritt eine Spur aus Partikeln. Wo diese Partikel liegen, hängt
stark von den Begebenheiten der Umgebung ab. So können die
Partikel viele Meter neben dem Weg liegen, auf dem die zu suchende
Person tatsächlich gelaufen ist.
Welchem Geruch der Hund suchen
soll, erfährt er vom sog. Geruchsartikel. Dies ist ein
Gegenstand, der den Geruch der vermissten Person trägt.
Wo werden Mantrailer eingesetzt?
Momentan werden Mantrailer
hauptsächlich von Rettungshunde-Staffeln ausgebildet. Sie werden
dann eingesetzt um gezielt vermisste Personen zu suchen. In den
USA, wo das Mantrailing seinen Ursprung hat, werden sogar
flüchtige Verbrecher mit Mantailing gesucht. Die Indizien, die
das ausgebildete Mantrailing-Team bei der Verbrecherjagt sammelt,
sind sogar vor Gericht zugelassen. Aber auch im Freizeitbereich
erfreut sich Mantrailing zunehmender Beliebtheit. Viele Menschen
suchen nach einer Möglichkeit ihren Hund seinen Anlagen
entsprechend zu beschäftigen und auszulasten.
Wer kann Mantrailing erlernen?
Jeder Hund, ob Rasse oder
Mischling kann ein ausgezeichneter Mantrailer werden. Aber gerade
den Jagd-, Schweiß- und Laufhunden ist das Mantrailing in die
Wiege gelegt. Den sie wurden seit Jahrhunderten nach Nasengüte,
Ausdauer bei der Suche und Finderwillen zur Zucht aus gesucht. Den
wer ein Mantrailer werden will muss gerne seine Nase benutzen
wollen und bereit sein, von sich aus, ausdauernd eine Spur zu
verfolgen, weil er finden will. Auch muss ein Mantrailer in der
Lage sein selbstständig, also ohne Anweisung und Hilfe des
Hundeführers zu Arbeiten und Entscheidungen zu fällen. Den der
Mensch kann den Trail nicht riechen, er muss ich auf seinen Hund
verlassen können. Natürlich muss der Hund gesund und körperlich
Fit sein. Dies empfiehlt sich auch für den Hundeführer.
Der Mantrailer bei der Arbeit
Das Team aus Mantrailer und
Hundeführer wird an den Ort gebracht, wo die vermisste Person zu
letzt gesehen wurde. Der Hundeführer zieht seinem Hund das
Such-Geschirr mit der langen Leine an. Dem Hund wird der
Geruchsartikel gezeigt und dann geht es auch schon los.

Da man in der Regel nicht genau
weis wo die Person genau gelaufen ist, muss der Hund erst den
Trailverlauf suchen und die Richtung bestimmen. Sobald der
Mantrailer die Spur gefunden hat folgt er den Geruchspartikeln
über die verschiedenen Untergründe. Ob einsamer Waldabschnitt
oder belebte Innenstadt, wo viele Menschen die Spur kreuzen. Der
erfahrene Mantrailer arbeitet hoch konzentriert den Trail ab auch
wenn dieser Stunden, Tage oder gar Wochen alt ist. Das Tempo des
Hundes ist stets zügig, hängt aber vom Temperament des Hundes
aber auch vom Alter und Schwierigkeit des Trails ab. Kommt der
Mantrailer der vermissten Person näher werden die meisten Hunde
wieder schneller. Hat er die Person gefunden, zeigt er sie an.
Welche Anzeige der Hund zeigt ist egal, der Hundeführer muss
wissen wen sein Hund meint.

Die Aufgabe des Hundeführers im
Mantrailing-Team ist das Lesen seines Hundes bei der Arbeit. Das
heißt er kann die verschieden Körpersignale deuten und weiß
immer was sein Hund gerade macht. Ob er die Spur verfolgt oder
verloren hat und vieles mehr. Eine weitere wichtig Aufgabe des
Menschen im Team ist nach Gefahren Ausschau zu halten z. B Autos
und den Hund entsprechend anzuhalten z.B. bis die Fußgängerampel
grün ist.

Wie wir zum Mantrailing kamen
Als wir die Shani am 08.04.05 mit
neun Wochen von Susanne und Claus abgeholt haben, ahnten wir
nicht, dass wir knapp zwei Jahre später eine Mantrailing-Gruppe
leiten würden.
Nasenarbeit hat uns schon immer
fasziniert. Mit viel Spaß haben wir unserer kleinen RR-Hündin
Shani beigebracht unseren Hauschlüssel zu suchen. Doch haben wir
immer nach weiteren Möglichkeiten gesucht unseren Jagdhund nach
seinen Anlagen zu beschäftigen. Nun sind wir ja kein Jäger und
können unsere Maus nicht mit der Suche nach Wild auslasten. Wir
haben in verschiedene Richtungen gesucht und einiges ausprobiert.
Doch irgendwie war das alles nicht das Richtige.
Durch Zufall viel mir ein Buch zum
Thema Mantrailing auf. Als wir uns im Internet näher informieren
wollen, blieben viele Fragen offen. Aber unser Interesse war
geweckt und das erste Buch wurde gekauft. Schnell hatten wir
Interessierte aus unserem Hundeverein, wo ich gerade zur
Hunde-Trainerin ausgebildet werde. Es war toll zu sehen wie unsere
Hunde schnell Fortschritte machten und Herrchen und Frauchen vor
Stolz auf Ihre Hunde fast platzen. Schon bald hatten wir
interessierte Leute von allen Seiten. Nun mussten wir uns
erarbeiteten ein Ausbildungskonzept aus und
fingen an die verschiedensten Hund-Mensch-Teams anzuleiten und
auszubilden. Die Faszination die von dieser Arbeit ausgeht steckte
alle unsere Teams an. Da die Nachfrage momentan groß ist, haben
wir nun noch zwei Mantrailing-Trainer ausgebildet.
Ich bin bei jedem Training aufs
Neue erstaunt und begeistert von unseren Hunden, welche Leistung
sie mit ihrer Nase vollbringen können.
Unser Ziel ist es irgendwann
einsatzfähige Hunde zu haben, die Menschen mit Ihren
erstaunlichen Fähigkeiten helfen – aber das ist noch ein langer
Weg. Wir freuen uns auch über die Menschen, die nicht in den
Einsatz wollen aber ihren Hund artgemäß und sinnvoll
beschäftigen wollen.
Suchen können unser Hunde schon,
wir müssen ihnen nur sagen was!
Sabrina Beksits und Oliver Rumley
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Was ist wichtiger?
Was ist für einen (Haus-) Hund wichtiger? Instinkt
oder Vertrauen in den Hundeführer - Besitzer? In Galtür im Paznaun
Tal darf man sogar mit drei Hunden in das Museum "Alpinarium".
Hier wird die Gefahr in Eis und Schnee des Hochgebirges drastisch vor
Augen geführt. Ein Kabinett ist vollkommen verspiegelt, auch der
Fußboden.
Erste Reaktion der Hunde: da kann man nicht drauf laufen.
Aziza orientiert sich am Vater.
Oribi ist weiter im Hintergrund Asir fasst langsam Vertrauen.
Erste Schritte von Asir, Tochter Aziza bleibt neugierig, Mutter Oribi
lehnt weitere Begutachtung ab.
Asir und Aziza haben es geschafft, Oribi ´s Instinkte sagen: das geht
nicht und das mache ich nicht. Aber nur solche Instinkte führen zum
Überleben der Art. Aufgezogen und geprägt wurden alle Hunde (Asir
mit Einschränkung, da er erst mit 13 Wochen zu mir kam) identisch.
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Mitschrift zum Vortrag von Dr. Esther Schalke am
23.06.2007
zum Thema:
Kombination aus Lern- und Ausdrucksverhalten in
direktem Bezug zur Arbeit mit dem Hund im Trainingsalltag
Vorraussetzung für
erfolgreiches Training:
Wissen über die Lerntheorien
Struktur im Training (Was will ich heute üben? Wie gehe ich vor?)
LERNEN
Ø Lernen bedeutet, das eigene Verhalten den
Gegebenheiten der Umwelt anzupassen.
Ø Lernen dient der Optimierung des eigenen Zustands
Ø Lernen findet ständig statt, 24 Std. am Tag, 7 Tage
die Woche (=> 24 Std. am Tag/7 Tage die Woche konsequent in der
Erziehung sein und bleiben!)
Ø Reize werden über alle Sinnesorgane aufgenommen
(Körpersignale, Stimme, Geruch usw.)
Beispiel: Hund läuft im Training super, am Prüfungstag
ist Übungsplatz voll neuer Gerüche (Essen, fremde
Hunde/Menschen), Geräusche, Personen. Hund merkt sich sehr
schnell, dass diese Veränderungen in der gewohnten Umgebung im
Endeffekt bedeuten: Ich muss gleich arbeiten, aber es wird dafür
keine Belohnung geben! (Prüfung eben)
INDIVIDUELLE FITNESS
Unter individueller Fitness versteht man das Grundmotiv, die
eigenen Gene in die nächste Generation weiterzugeben.
Daraus folgt das Bedürfnis, lebensnotwendige Ansprüche wie Raum,
Nahrung, Wasser, Fortpflanzungspartner etc. (=Ressourcen) zu erwerben
oder gegen Konkurrenten zu verteidigen (=Ressource Holding Potential).
Hierfür kann aggressives Verhalten notwendig sein.
Unsere Hunde müssen sich weder um einen Schlafplatz (schönes
weiches Bettchen, mindestens eines pro Hund), Spiel (Ball vor die
Füße werfen, man wirft, weil dem Hund macht ´s ja Spaß),
Aufmerksamkeit (Kopf auf die Knie legen, automatisch wird
gestreichelt) und Futter (Napf wird regelmäßig gefüllt und
vorgesetzt) kümmern, wir nehmen ihnen all das ab.
Hunde sollten ruhig für ihre Ressourcen arbeiten können und
dürfen, z.B. gibt’s das Futter nicht mehr aus dem Napf, sondern aus
der Hand, in kleinen Portionen als Belohnung für gewünschtes
Verhalten. Dabei unbedingt konsequent bleiben, nicht nach einem Tag
aufgeben, weil Hund nichts für sein Futter tun will. „Fressen
müssen sie alle! Irgendwann fressen sie schon, auch wenn’s im
Extremfall 2 Wochen dauern kann…!“
ASSOZIATION
„Zwei Ereignisse, die gleichzeitig bzw. in sehr kurzem zeitlichen
Abstand voneinander geschehen, werden im Gehirn in Verbindung
gebracht.“
Schwierigkeit: das Timing!
Assoziationszeit:
Gehirnbereich Gehirnbereich
Hören Bewegung
Hörzeichen: ß--------------------------------à
Handlung:
Sitz Hinsetzen
3 Sek. lang aktiv beide Bereiche gleichzeitig
3 Sek. lang aktiv
nur 1 Sek. lang aktiv
Die Reaktion des Hundeführers auf das Zusammenspiel von
Hörzeichen und Handlung sollte idealerweise in der Sekunde erfolgen,
da beide zuständigen Bereiche im Gehirn aktiv sind, allerspätestens
innerhalb von 3 Sekunden! Kommt die Reaktion später ist für den Hund
keine Verknüpfung zwischen seinem Verhalten und der Belohnung (oder
Strafe) mehr möglich!
KLASSISCHE KONDITIONIERUNG
Reflexe des Organismus werden auf vormals unbedeutenden
Auslösereiz hin konditioniert.
Z.B.
beim Lösen des Welpen dieses jedes Mal mit den Worten „Mach
Pipi!“ begleiten, irgendwann reicht es „Mach Pipi!“ zu sagen,
und der Hund weiß, was er tun soll.
Jedes mal, wenn Futternapf gefüllt wird, fängt Hund zu
speicheln an, in Erwartung des Futters. Irgendwann reicht das
Geräusch des Futterschrankes/Kühlschrankes, und Hund fängt
vermehrt zu Speicheln an
Anziehen von bestimmten Kleidungsstücken/Schuhen hat Hund mit
Gassi-Gehen/zum Hundeplatz fahren verknüpft und dreht sichtlich
auf.
Clicker (erst clicken, dann belohnen, nicht andersrum! Und nie
Belohnung nach Click vergessen!
Hund „kann“ gar nicht mehr anders, als auf den Auslösereiz
reflexartig zu reagieren.
INSTRUMENTELLE / OPERANTE KONDITIONIERUNG
Es werden Assoziationen geknüpft zwischen bestimmter (und
kontrollierter!) Handlung des Hundes und einer bestimmten Reaktion der
Umwelt auf diese Handlung.
Der Hund lernt über Konsequenz seines eigenen Handelns (zum Vor-
oder Nachteil, sprich Belohnung oder Strafe)
z.B. shapen mit dem Clicker: Hund erprobt, was von ihm erwartet
wird, tastet sich mit Hilfe der Clicks an das gewünschte Endverhalten
heran. Bietet er nichts oder das falsche an, gibt es keinen Click und
keine Belohnung (= Strafe).
BELOHUNG & STRAFE
Belohnung und Strafe sind die Motive für den Hund, ein bestimmtes
Verhalten öfter oder seltener zu zeigen.
Belohnung bewirkt, dass ein bestimmtes Verhalten öfter gezeigt
wird.
(z.B. „Jackpot“ - Leckerli, Spiel mit Lieblingsspielzeug)
Strafe bewirkt, dass ein bestimmtes Verhalten seltener gezeigt
wird.
(z.B. unerwünschtes Verhalten abbrechen – Welpe will auf Teppich
pinkeln -> hoch nehmen, raus tragen = Verhalten wurde unterbrochen;
oder Belohnung vorenthalten – Kommando wird nicht/nicht korrekt
ausgeführt -> Leckerli/Spiel wird vorenthalten)
|
|
„positive“…
(i.S.v. zufügen) |
„negative“…
(i.S.v. entfernen) |
|
Belohnung |
Etwas Angenehmes wird zugefügt |
Etwas Unangenehmes wird entfernt |
|
Strafe |
Etwas Unangenehmes wird zugefügt |
Etwas Angenehmes wird entfernt |
„etwas Angenehmes zufügen“ oder „etwas Angenehmes entfernen“
sind die effektivsten Arten von Belohnung und Strafe.
Wird etwas Angenehmes entfernt (oder vorenthalten) wird die
Erwartungshaltung des Hundes enttäuscht = Frustration.
Jeder Hund geht unterschiedlich gut mit Frustration um, hat seine
individuelle Frustrationsgrenze.
KONTEXT DES LERNENS
Hunde lernen kontextspezifisch, das heißt zu Anfang einer
Konditionierungssequenz spielen alle Umweltreize eine Rolle, der Hund
filtert nicht erst nach und nach den eigentlichen Auslösereiz heraus.
Neue Situationen daher immer erst in möglichst reizarmer Umgebung
lernen, erst bei Sicherheit in der fehlerfreien Ausführung langsam
die Umgebungsreize, die Dauer der Übungseinheit und die Anzahl der
erwarteten Ausführungen erhöhen…
Die Belohnung für den Hund während der Übung nicht immer bereits
am Körper tragen. Der Hund fängt bald an, den Hundeführer vor dem
Üben mit der Nase zu erkunden, ob dieser nach Futter oder dem
Spielzeug riecht, sich das Arbeiten also lohnt…
HABITUATION
Habituation meint, den Organismus an einen
bestimmten Umweltreiz gewöhnen so dass der Hund diesem keine
Beachtung mehr schenkt, weil er für diesen nur geringe Bedeutung hat.
nicht alles belohnen, in der Absicht, dem Hund dadurch
eventuelles Unbehagen zu nehmen.
Beispiel: vorbeifahrende Straßenbahn. Wird währenddessen
belohnt und beruhigt, bekommt die Straßenbahn Bedeutung, und Hund
fordert künftig beim Anblick einer Straßenbahn Aufmerksamkeit bzw.
Belohnung ein. Statt dessen vollkommen unbeeindruckt daran
vorbeigehen, als wäre sie gar nicht da, dem Hund so die Sicherheit
vermitteln, das ist nichts, worüber du dir Gedanken machen musst!
Habituation darf nicht mit Ablenkung gleichgesetzt werden.
Beispiel: Rüde versucht, auf entgegenkommenden Rüden
loszugehen. Wird Hund mit Belohnung vom anderen Rüden abgelenkt,
verknüpft Hund „wenn ich anderen Rüden fixiere, bekomme ich
meine Belohnung!“. Statt dessen sollte ein Alternativverhalten
verlangt werden, und für die korrekte Ausführung dessen wird der
Hund dann belohnt. Dadurch ist der Hund genauso vom anderen Hund
abgelenkt, wird aber für etwas ganz anderes belohnt.
SENSIBILISIERUNG
Der Gegensatz zur Habituation:
Es findet keine Gewöhnung statt, sondern eine Verstärkung der
Reaktion auf den Reiz.
I.d.R. kommt das bei Reizen vor, die wichtig für den Organismus
sind, indem sie eine Gefahr signalisieren könnten.
Normale Reaktion auf einen Reiz:
Auslösereiz starker Anstieg der Entspannung
bis zum Normalzustand
Aufregung/Erregung
Problematische Reaktion auf einen Reiz:
Schematische Darstellung des „sich hoch - schraubens“, der
Hund reagiert auf Auslösereize, noch bevor die Aufregung vom
letzten Reiz abgeklungen ist, bzw. Entspannungsphase dauert zu
lange, und nächster Reiz tritt schon ein.
Farbbedeutung analog obiges Schema
LERNEN VON IRRELEVANZ / LATENTE INHIBITION (=unterschwellig
gehemmt)
Ähnlich der Habituation
Bestimmte Signale verlieren an Bedeutung, da sie ständig
wahrgenommen wurden/werden, ohne dass sie eine Bedeutung für den Hund
hatte
z.B. Hörzeichen „sitz!“ für Welpen, der den Bewegungsablauf
dazu noch nicht kennt, und somit die Bewegung und das Hörzeichen
nicht verknüpfen und ausführen kann, wenn der Hundeführer trotzdem
wiederholt „sitz!“, „Sitz!“, „SITZ!“ sagt, klingt das für
den Hund wie ein Nebengeräusch…(„blablablablabla……“)
Darum die Hörzeichen in der Ausbildung nicht zu früh einsetzen
und nicht verschwenderisch damit umgehen!
Unterschied zur Habituation: viel seltener „spontane Erholung“
Viele Hörzeichen werden zu oft ohne Konsequenz verwendet oder
kommen im normalen Sprachgebrauch sehr oft vor (z.B. „Komm her!“)
Menschen sind zu unkontrolliert im Sprachgebrauch, so dass die
Sprache als „Marker“ (Clicker-Ersatz) nicht sinnvoll ist. Z.B. „Komm
(1.) hier (2.) rüber(3.)!“, ärgerlicher Tonfall beim Heranrufen
„Erstaunlich, wie viele Hunde lernen, obwohl sie
ausgebildet werden….!“
(Zitat unbekannten Verfassers)
übrigens: Der Leinenruck belohnt nur den Hundeführer (über
klassische Konditionierung), da das unangenehme Ziehen im Arm im
Moment des Rucks (zumindest kurzzeitig) verschwindet…!
LÖSCHUNG
Klassische Konditionierung: Wenn der Auslösereiz
(Kommando) in 50% oder mehr der Fälle nicht mehr mit der
Belohnung gepaart wird, tritt die Löschung des erlernten und
konditionierten Verhaltens ein.
Instrumentelle Konditionierung: Erfährt ein Verhalten
keine Reaktion (egal ob Belohnung oder Strafe) aus der Umwelt,
wird es gelöscht.
Bei selbstbelohnenden Verhaltensweisen hilft nur „positive“
Strafe, nicht das Ignorieren (weglassen von Angenehmen)
BEEINFLUSSENDE FAKTOREN
Motivation
Deprivation (z.B. ein hungriger Hund arbeitet lieber als ein
satter, Aufmerksamkeit ist eine wichtige Ressource, die man sich
verdienen muss)
Das Deprivationslevel muss für die jeweilige Belohnung groß
genug sein
Belohnung
Timing
Strafe
Zuerst muss der Hundeführer sich vergewissern, dass er
das Kommando nicht missverständlich gab oder seine Körpersprache
im Widerspruch zum Kommando stand.
Ist dies nicht der Fall, dann müssen folgende 4 Merkmale
erfüllt werden:
Strafe muss so schnell erfolgen, dass sie mit der Handlung
verknüpft werden kann (s.o. Assoziationszeit)
Und
Strafe muss stark genug sein, um die Handlung zuverlässig
zu unterbinden, aber nicht so stark, dass der Hund emotional
daran zerbricht (=erlernte Hilflosigkeit ->
Beschwichtigung, Meideverhalten)
Und
Strafe muss immer erfolgen, wenn die unerwünschte Handlung
gezeigt wird (Konsequenz!)
Und
Strafe darf nur mit dieser unerwünschten Handlung
verknüpft werden!
KONTRASTEFFEKTE
Positiver Kontrast:
Hund erwartet „unspektakuläre“ Belohnung (z.B. Trockenfutter)
und bekommt statt
dessen Super - Leckerli (z.B. Käse)
Hund strengt sich nächstes mal mehr an in Erwartung des
tolleren Leckerlis
Negativer Kontrast:
Hund erwartet Super - Leckerli (z.B. Käse) und bekommt statt dessen
„unspektakuläre“
Belohnung (z.B. Trockenfutter)
Hund strengt sich nächstes Mal weniger an („Lohnt sich ja eh
nicht…“)
INTERMITTIERENDE BELOHNUNG
Es wird nach einem für den Hund nicht durchschaubaren Prinzip
bestätigt (vgl. Anziehungskraft von Lotto-Spielen, Geldspielautomaten
usw.)
Unterschiedliche Ansatzpunkte:
Zeitintervalle (mal schneller, mal später bestätigen)
Anzahl des gezeigten Verhaltens (mal nach 5 Schritten, mal
nach 30 Schritten bestätigen; nicht vergessen: auch mal nach
dem ersten Schritt!)
„Try harder“: Hund gelegentlich „schmoren“ lassen,
Belohung kommt nicht wie erwartet und gewohnt, sondern etwas
später (z.B. sonst wurde nach 10 Schritt „Fuß“
bestätigt. Diesmal nach 14. Hund „überlegt“ nach dem
10ten Schritt „Wo bleibt die Belohnung? Ich werde immer nach
10 Schritt belohnt! Gleich kommt ´s! Hat sich bloß
verzählt! Nach dem nächsten Schritt sicher! Aber jetzt dann
gleicht!....“ Somit wurde das Belohnungsniveau auf „mindestens
14 Schritt“ erhöht (bzw. zur Abwechslung natürlich analog
zu oben, auch mal früher. Aber der Durchschnitt hat sich um 4
Schritte erhöht!
Auch bei ungewünschtem Verhalten anwendbar (z.B. ruhig
Abliegen -> Zeit verlängern, in der Hund ruhig liegen
bleibt)
Der Hund wird dadurch in eine gespannt Erwartungshaltung versetzt.
Bleibt nun die erwartete Belohung aus, kommt es zu Frustration des
Hundes. Bis zu einem gewissen Maß ist dies der Motivation
förderlich, der Hund strengt sich mehr an.
Ist der Hundeführer jedoch inkonsequent und beendet die Frustphase
vorzeitig, indem er die vorenthaltene Belohnung trotz (noch) nicht
korrektem Verhalten zukommen lässt (z.B. „Fuß“ - Gehen, als die
Belohnung nach der üblichen Schrittzahl ausbleibt, fängt Hund aus
Frust zu kläffen oder schnüffeln an. Wenn der Hundeführer jetzt,
damit Ruhe ist, die Belohnung zuteil werden lässt, kommt es zur
Frustrationslöschung (Extinction Burst). Die hilfreiche Frustration
wird abgebrochen und war umsonst…
Wichtig ist, z.B. beim „Shapen“, das Ja-Nein-Prinzip, sprich,
dem Hund bei zu hoch steigendem Frust durch verbale oder körperliche
Hinweise auf den wichtigen Weg zu helfen (vgl. Kalt – Warm –
wärmer – heiß! Beim Topfschlagen…)
UNERWÜNSCHTES VERHALTEN
Folgende Möglichkeiten zum Umgang mit unerwünschtem Verhalten:
v konditioniertes Meideverhalten (z.B. Erschrecken mittels
Wasserpistole oder Trainingsdiscs während der Ausführung des
unerwünschten Verhaltens)
v Abbruchsignal: = letzte Warnung, wenn Verhalten nicht
sofort abgebrochen wird, gibt es keine Belohnung für den Hund
Aufbau des Abbruchsignals:
Aufbauen einer Erwartungshaltung beim Hund, sprich rasches
Füttern mehrerer Leckerli hintereinander (vgl.
Clickerkonditionierung), gerne auch mit „Click“
Wenn Hund gespannt und vorfreudig auf das nächste Leckerli
wartet, bleibt die Futterhand zu (Frust wird aufgebaut), und das
neue Abbruchkommando (z.B. Off!, Stop!) wird genannt.
Versucht der Hund währenddessen nicht krampfhaft, an das
Futter in der Hand zu kommen, sondern hält sich zurück, wird
aus der anderen Hand bestätigt!
Hund muss wissen, ertönt das Abbruchsignal hat er keine
Chance mehr auf seine Belohnung. Die Übung wird noch mal von
vorne gemacht, diesmal aber richtig, diesmal hoffentlich mit dem
„Try harder“-Prinzip: diesmal strengt er sich mehr an, um an
die Belohnung zu kommen
KOMPLEXE HANDLUNG
Längere Übungen in einzelne, kurze Sequenzen teilen und erst beim
sicheren Beherrschen aneinanderreihen
Bei Handlungsketten/Sequenzen (= Chaining) rückwärts oder
vorwärts aufbauen. Rückwärts bietet sich meist an, da im Anschluss
an eine neue Sequenz eine bereits bekannte, sicher beherrschte folgt.
Freiformen (Shapen)
Hilfen geben (wenn Frust zu groß wird) =Prompting
Bei sehr schwierigen, komplizierten Übungen die Sequenzen so klein
wie möglich halten, um möglichst zu vermeiden, strafend eingreifen
zu müssen
Am Beispiel: Apportieren
Apportel ins Maul geben, ruhiges Festhalten bestätigen und Sequenz
festigen
Vorsitz (oder Grundstellung) mit Apportel im Maul
Apportel ins Maul legen, rückwärts vom Hund 1m weggehen, Hund
diesen Meter samt Apportel zum Hundeführer gehen lassen, Vorsitzen
Entfernung steigern
Apportel vor Hund legen, aufnehmen und vorsitzen lassen
W.o.., aber mit steigender Entfernung zw. Hund und Hundeführer
W.o., aber Hundeführer wartet nicht mehr in Blickrichtung, sondern
hinter dem Hund auf dessen Rückkehr
Hund wartet, während Hundeführer Apportel auslegt (erst geringe
Entfernung, langsam steigern), nach Freigabe durch den Hundeführer
läuft Hund zum Apportel, nimmt es auf, dreht um, kommt zum
Hundeführer zurück und sitzt vor
LERNPROZESS
Im Allgemeinen gibt es vier aufeinanderfolgende Lernphasen:
Erwerben: Hund lernt neuen Bewegungsablauf kennen, vor
allem die dazu notwendige Koordination seines Körpers
Fluss: Hund muss nun nicht mehr über den
Bewegungsablauf nachdenken, er weiß mittlerweile, welche
Muskelgruppen beansprucht werden, und wann sie eingesetzt werden
müssen
Generalisation: der verinnerlichte Bewegungsablauf
(bislang in reizarmer Umgebung) wird nun unter „erschwerten“
Bedingungen geübt (z.B. anderer Untergrund, andere Menschen oder
Hunde in der Nähe usw.. Zeigt der Hund schließlich auch in
diesen Situationen, dass er das Verhalten gefestigt und
verinnerlicht hat, kann Kommando eingeführt werden (dann wieder
in reizarmer Umgebung beginnen)
Aufrechterhaltung: das erlernte Verhalten muss immer
wieder „aufgefrischt“ werden, bzw. mittels intermittierender
Belohnung für den Hund lohnend und spannend bleiben
AUFBAU EINER TRAININGSEINHEIT
Was will ich lehren? Ziele so detailliert wie möglich
formulieren!
Nicht: Hund soll sitz machen,
sondern: Hund soll sofort, wo er grad ist, seinen Po auf
den Boden setzen und dort sitzen bleiben, bis ich die Übung
beende
Womit kann ich den Hund belohnen? Futter oder Spiel?
Welches?
Wie lange kann sich der Hund konzentrieren? Lieber öfter
und kürzer üben, als seltener, dafür zu lange
In welchem Ausbildungsstadium befindet sich der Hund?
Wie kreativ ist der Hund? Kann er die Übung selbst
erarbeiten? Zumindest teilweise?
Zu 1.,
Beispiel Trainingsplan
Struktur:
Motivation
Klass. Konditionierung (z.B. auf Helfer)
Instrum. Konditionierung (auf den verhaltensauslösenden Reiz)
Diskriminativer Stimulus (z.B. Körperhilfen, müssen
wieder abgebaut werden; außerdem Steigerung von
Ablenkung, Dauer, Schwierigkeit)
Belohnung
Aufbau (Zusammensetzung der Übung aus
einzelnen Sequenzen)
Verhältnis/Intensität von diskriminativen Stimuli und
Ablenkung/Schwierigkeit/steigende Dauer:
diskriminative Stimuli, Schwierigkeitsgrad
z.B. Körperhilfe Ablenkung
Dauer
Hilfen werden mit der Zeit abgebaut, während zeitgleich die
Ablenkung usw. erhöht wird.
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AGILITY – Sport, Spass und Wettkampf mit dem Hund
Die Hundesportart „Agility“, übersetzt „Behendigkeit“, entstand
1977, als auf der Crufts Dog Show in London Diensthunde erste Übungen dieser
neuen Sportart zeigten, die Elemente aus dem Springreiten beinhaltet.
Agility ist eine Sportart, die in allen Belangen den Bedürfnissen des Hundes
entspricht, seinem Wesen, seinen Verhaltensweisen und seinen natürlichen
Bewegungsabläufen.
Daher kann auch jeder Hund bei Agility mitmachen, er muß nur gesund und
gehorsam sein.
Er überspringt unterschiedlichste Hindernisse wie Buschhürde, Mauer,
einzelne Stangen und Weitsprung oder springt durch einen Reifen, er durchläuft
(oder kriecht ) einen Tunnel oder Sackschlauch, bewegt sich über einen
Laufsteg, die Schrägwand oder die Wippe oder webt durch einen Slalom von 10 bis
12 Stangen.
Diese Hindernisse werden immer wieder in anderen Kombinationen aufgestellt
und müssen fehlerfrei absolviert werden: es dürfen keine Stangen fallen und
die sogenannten Kontaktzonen am Beginn und Ende von Schrägwand, Laufsteg und
Wippe müssen mit mindestens einer Pfote jeweils berührt werden. Und der Hund
muß den Weisungen seines Führers einwandfrei folgen (ohne Halsband und
Leine!), damit es nicht heißt: Falscher Parcours! Und das war es dann.
Außerdem gibt es noch eine Maximalzeit, in der der Parcours gelaufen werden
muß. Wird sie überschritten, gibt es Zeitfehler.
Es gibt verschiedene Kategorien:
Agility A0 (Beginner), dann A1, A2 und A3, und das noch jeweils als small
für kleine Hunde, medium, undals large für die großen Hunde. Und es gibt auch
eine Seniorenklasse.
Das Zusammenwirken des Agility-Teams Mensch /Hund stärkt das Vertrauen und
fördert das gegenseitige Verständnis zwischen den beiden. Der Hund ist durch
Training und Wettkampf körperlich ausgelastet, seine Gesundheit und Fitness
verbessern sich. Er wird geistig vermehrt gefordert und die Kontakte zu anderen
Vier- und Zweibeinern fördern das Sozialverhalten – auch der Hundeführer.
Agility macht Spaß – so lautet der Grundsatz, und es kommt in erster Linie
auf den Spaß und nicht auf die Siegeslorbeeren an. Erst Recht nicht bei unserer
Rasse, dem Rhodesian Ridgeback.
Das erlebte ich bei Ridgesetter Oz Design, genannt Asir, immer wieder:
Er hatte von klein auf alle Hindernisse welpengerecht kennengelernt und er
war sehr führig.
Aber öfter als zweimal den selben Parcours im Training laufen – das ist
doch fad. Und wenn ich dann nicht rannte, dann lief Asir auch nicht. Das hatte
wiederum den Vorteil, daß wir keinen „falschen Parcours“ laufen konnten
(unter der Voraussetzung, daß ich die Nummern auf den Taferl richtig lese und
nicht falsch laufe).
War Asir aber richtig motiviert, weil er nämlich eine Stunde im Auto warten
mußte und genau wußte, daß seine Freunde arbeiten dürfen, dann war er für
mich fast zu schnell.
Auch bei Agility haben die Götter den Schweiß vor den Erfolg gesetzt.
Anforderungen wie guter Gehorsam, Führigkeit, Gewandheit, Bewegungsfreudigkeit,
aber auch die enge Bindung und das uneingeschränkte Vertrauen in den
Hundeführer (Wippe!) kommen nicht von selbst. Sie sind das Ergebnis gemeinsamer
Trainingsarbeit auf dem Hundesportplatz.
Begonnen wird mit der Basisarbeit, bei der dem Vierbeiner beigebracht wird,
wie er sich gehorsam und zuverlässig im täglichen Leben bewegen muß. Das
fängt schon am ersten Tag des Hundes im neuen Heim an – sollte aber beim
guten Züchter schon in der vierten Lebenswoche des Welpen begonnen haben.
Systematisch werden dann in kleinen Schritten Übungsteile aus dem
Agility-Programm eingebaut.
Die Voraussetzung zur Teilnahme an einem Turnier ist die bestandenen
Begleithundeprüfung BH oder die BH-A (wie Agility, aber ohne Schuß).
Ein normales Agility-Training in einem dem VDH angeschlossenen
Hundesportverein und die Teilnahme an einigen Turnieren im Jahr wird Ihnen und
Ihrem Hund sicher viel Spaß bereiten.
Schauen Sie sich doch einfach mal bei einem Verein so ein Training an.
Hundesportvereine die Agility anbieten sind keine „Rassenfanatiker“ und für
alle Rassen und Mischlinge offen. Oftmals bieten sie auch ausserhalb einer
Mitgliedschaft einen Anfängerkurs an.
Susanne Katzenberger, 1999
Quellen: „Champion“ 1/99, Pedigree Pal
Ruth Hobday, Agility macht Spass, Band I und II, Kynos Verlag
H.-G. Hertrich, Hundespaß Agility, Kosmos Verlag,
Lure-Coursing und Rennen auf der Windhundrennbahn
Seit Mitte 2011 sind wir begeisterte
Anhänger des Windhunderennsports - aber nur zum "Spaß für den
Hund". Die Mitglieder des WRCT in Inzing / Tirol, sind auch anderen Rassen
gegenüber sehr aufgeschlossen. Voraussetzung für mich ist dabei, dass der
Gehorsam passt. So hat Adjiri zuerst ein Reizangeltraining absolviert. Dabei hat
er gelernt, erst auf Hörzeichen das Dummy oder das "Hasi" ( als
Begriff für die flatternden Bänder, die als "Köder" (Lure) benutzt
werden) zu verfolgen und zu packen. Und sich auf Triller schnell abzulegen. Für
Aziza, da älter, ist es ungleich schwieriger, sich zu überwinden und hinterher
zu laufen. Bei ihr hilft manchmal das Dazubinden eines Stück Rehdecke. Sie hat
ja ursprünglich auch was anderes "gelernt" und sucht eher das echte
Wild als das falsche Hasi.....

Aziza wartet auf die
"Beute"...
...und ist gut unterwegs.
Adjiri bei seinem ersten Coursing in Inzing, wo er den vierten Platz macht, nur
einen Punkt hinter einem Afghanen...
Beim Coursing wird auf freiem Feld der Hase über Rollen im
Zickzack gezogen. Bewertet werden dabei Geschwindigkeit ( die aber nicht
gemessen wird), Eifer, Intelligenz, Gewandtheit und Kondition.
Hundlerischer Lebenslauf
(von Susanne Walcher, geb.
Katzenberger)
Im November 1987 den 19 Monate alten Rüden Elliot (Riesenschnauzer
x Rottweiler) geschenkt bekommen
(* 16.4.1986, + 18.8.1996)
Dezember 1987 – April 1988 Teilnahme an der Gruppenunterordnung
beim damaligen Schutz- und Gebrauchshundeverein Ebersberg
August 1988 bis Dezember 1993 Mitglied der Rettungshundestaffel
Isar e. V., dort von 1991 bis 1993 Vorstandsmitglied
(Öffentlichkeitsarbeit)
1.6.1993 bis 31.12.2007 Mitglied im Verein für Deutsche Schäferhunde
/VDH
1.6.1993 bis 31.12.1999 Mitglied der SV OG München Riem, Mitglied
der Vorstandschaft 1994-1997 (Ausbildung)
September 1994: Gründungsmitglied des Vereins CaniFit Partner
Mensch und Hund e.V., von 1996 bis März 2000 stellvertretende
Vorsitzende und Ausbilder.
Seit 2.1.1997 Besitzerin des Rhodesian Ridgeback Rüden Ridgesetter
Oz Design „Asir“ und bis 2001 Mitglied des Vereins Freunde
des Rhodesian Ridgeback, FDRR/VDH.
Von 1999 bis 2000 Mitglied in der Rhodesian Ridgeback
Arbeitsgemeinschaft Jagdhund
1.April 2000 bis 31.12.2007 Mitglied der SV OG Garmisch-Partenkirchen /
Farchant
Seit 5.11.2001 Mitglied im RRCD/VDH
Seit Juni 2002 lebt Namilanga´s Oribi aus Wien bei uns
Seit 2.2.2005 lebt Aziza Huntress of Didingwe aus eigenem Wurf bei
uns
Seit 31.12.2008 lebt Nyumbani´s
Adjiri Hunter of Didingwe bei uns
August 2011: Mitgliedschaft im WRCT (
Windhunderennverein Tirol)
Prüfungen und Ausbildungskurse:
Mit Elliot:
November 1988 Rettungshundeeignungsprüfung bei der RHS Isar e. V.
Januar 1989 Lawinenhundeprüfung B in
Sulden/Südtirol
Mai 1989 Trümmersuchhundprüfung I (TSH I)
November 1989 TSH II
Januar 1990 Lawinenhundekurs ( C ) in Sulden
November 1990 ÖRKH – Turnier in Kematen / Innsbruck
(Österreichisches Rettungshunde – und Katastrophenhundeturnier)
11.11.-14.11.1991 Teilnahme am 4.
Internationalen Rettungshunde-Symposium in Berlin
November 1993 Begleithundeprüfung mit „Elliot“ in der SV OG
München Riem
Mit Asir:
November 1997 Begleithundeprüfung mit „Asir“ in der SV OG
München Riem
Hallbergmoos, 24. - 28.6.98,
Emiel Vervoort (B), Agility
Münsingen (CH), 17. - 19.7.98,
KV Münsingen, Ausbildung zum
Schweizer Sanitätshund
Hallbergmoos, 5./6.9.98,
CaniFit,Angela White (GB), Obedience
Juni 1999 Ausdauerprüfung in der SV OG Moosburg
Mai 2001 Ausdauerprüfung in der SV OG Herrsching
Diverse Agility Turniere ( A1) mit „Asir“
Mit Aziza:
Brauchbarkeitsprüfung Oktober 2006 mit Aziza
Ausbildertätigkeiten:
1990 -1991 Ausbilder für Hundeerziehungskurse der RHS Isar e. V.
1990 -1993 Ausbilder für Rettungshunde in der RHS Isar e. V.
1990 -1993 Ausbilder für theoretischen Unterricht: Karte und Kompass,
Wetterkunde, Erdbeben,
in der RHS Isar e. V.
1994 - 1997 2. Ausbildungswart in der SV OG München Riem
(Einzel-Unterordnung bis zur BH, Gruppenunterordnung, Agility)
1996 - März 2000 zuständig für die Ausbildung im Bereich Erste
Hilfe und Karte und Kompass bei CaniFit e.V.
1997 - September 1997 stellvertretender Ausbildungswart der SV OG
München Riem
1998 - März 2000 stellvertretender Ausbildungswart bei CaniFit
e.V.
27.1.2001 bis 31.12.2004 Ausbildungswart der SV OG GAP/ Farchant
2010 Leitung der Junghundekurse in der
SV OG GAP/Farchant und Entwicklung eines Ausbildungsprogramms für
Welpen und Junghunde
2011 Leitung der Junghundekurse in der
SV OG GAP/Farchant
Fortbildungen:
November 1997 Bergung und SAN beim Bundesverband für Selbstschutz
1990 mit Heinz Weidt und Urs Ochsenbein beim Tag des Hundes der RHS
Isar e. V.
1991 Internationales Rettungshundesymposium in Berlin
19.11.1994 Agility - Lehrgang bei Georg Hörmann, SV-OG Buchloe
31.3.-2.4.1995 Ausbilderseminar bei Gudrun Feltmann – von
Schroeder
24.2.1996 Seminar von Walter Greipl in der SV OG München
-Lochhausen
9.3.1996 Lehrhelferseminar mit Sepp Liegl in der SV OG München
Riem
22.-24.3.1996 Seminar bei Erik Zimen im Bayerischen Wald : Über
Wölfe und Hunde
3.-5.5.1996 RH – Ausbildungswochenende mit der Hundestaffel des
ÖRK Salzburg
13.-15.9.1996 Seminar mit Erik Zimen: Autoritär - antiautoritär:
Vom Verhalten der Wölfe zur Hundeausbildung
7.-8-12.1996 Seminar mit Gudrun Feltmann – von Schroeder in der
SV OG München Riem
26.1.1997 Rettungshundeseminar mit Angela Wegmann und Dr. Isabella
Kühn beim DRC, in Oberschleißheim
22.3.1997 Seminar mit Werner Hoffmann (Lehrhelfer) in der SV OG
München Riem
11.5.1997 Kynologisches Seminar des VDH-Landesverbandes Bayern e.
V. : Prof. Dr. Unshelm, LMU München: „Tierhaltung und Tierverhalten
– Beratungsaufgaben vor und nach der Anschaffung von Hunden“, und:
Prof. DR. Loeffler, Hohenheim: “Skeletterkrankungen bei Hunden „
17.-18.5.1997 Intern. Kampfhundesymposium in Ebenau/ Salzburg
29.6.1997 Seminar mit Ekard Lind: Richtig spielen mit Hunden,
Unterpfaffenhofen
17.-19.7.1998 SAN-Hund Ausbildung und Unterordnung beim
schweizerischen „Kynologischen Verein Münsingen“
5.-6.9.1998 Obedience-Seminar mit Angela White, Hallbergmoos
24.-28.6.1998 Agility-Seminar mit Emil Vervoort
Januar 1999, Aggressionsverhalten von Hunden, VHS Landshut, Dr. ?,
LMU München
9.-13.7. 1999 Agility-Seminar mit Emil Vervoort
12.9.1999 Züchtervortrag des FdRR, Frankfurt/M, Prof. Dr. A.
Herzog, Uni Gießen: Erberkrankungen beim Hund
13.2.2000 Züchtervortrag des FdRR,Bürstadt, Jochen Eberhardt: Der
RR in Stand und Bewegung
26.-27.4.2000 „Richtig spielen mit Hunden“, Team-Balance-Kurs
bei Peter Schreger / GAP, Lind-Art Trainer
13.-14.4.2002 "Jagdhundeausbildung mit
Niedrigimpulsgeräten", Uwe Heiß (Wild & Hund-Seminar)
11.5.2002 Zuchtinformations-Seminar des RRCD, Jesteburg, Dr.
Barbara Schöning: Verhaltensontogenese beim Rhodesian Ridgeback
27.-28.9.2003 Schweissarbeit, Uwe Heiss
29.-30.11.2003 Training für Hundetrainer, Dr. vet. Renate
Jones-Bade und Dipl. Biol. Claudia Wagner
5. - 7.9.2003 Seminar "Kontrolle des Jagdverhaltens" in
Fritzlar, Dr. Ute Blaschke-Berthold, cum cane
25.7.2004 Zuchtinformations-Seminar des RRCD, Dortmund
20.11.2004 Autorität - ein Problem der Konsequenz, Gudrun Feltmann
- von Schroeder
26.11.2004 Entwicklung des Welpen, Claudia Wagner, Züchterseminar
Club für Britische Hütehunde
25.09.2005, Uwe Heiss, Stand- und Schussruheseminar
Juli 2005: Breed Clinic mit Tony
Comerford und und Susan Cadognotto, beide Australien: Eine
Erläuterung des Standards
10.3. - 12.3.2006 Aggressives Verhalten - Analysieren und verändern,
Dr. Ute Blaschke-Berthold, cum cane
9.4.2006 B.A.R.F. Seminar mit Swanje Simon, Hundeschule Shuunka
17.09.2006, Olching, Züchterseminar
des Schweizer Sennhunde Vereins: Dr. Dusi-Färber: Trächtigkeit der
Hündin
15.10.2007 Günter Bloch / Perdita
Lübbe: Happy Dog Tour 2007, Kommunikation Hund-Mensch
27./28.10 2007, München, Michael
Eichhorn: Wesen und Vererbung, Züchterschulung der DZRR
15.1.2008, Feldkirchen/M.,
Frühprägung und Früherziehung nicht nur von Jagdhunden,
Landesjagdverband Bayern
1.3.2008, Wermelskirchen,
Züchterinformationsveranstaltung des RRCD, Vererbungslehre, und
Zuchtordnung des RRCD
2.8.2008,
Donaueschingen, Züchterseminar der DZRR: Die
physiologischen Abläufe der Läufigkeit,
die Bestimmung des richtigen Deckzeitpunkt,
medizinische Aspekte der Trächtigkeit,
rund um die Hundegeburt,
Betreuung der Mutterhündin und der Welpen in den ersten Wochen. Dr.
Cornelia Renczes
29.8.2008,
Petzenkirchen/Ybbs, Österreich: Kynologische Tagung zum 30 jährigen
Bestehen des RRCÖ:
Sian Hall: "Deep Origin of the
Rhodesian Ridgeback", "Reisekrankheiten des
Hundes", Prof. Dr. Irene Sommerfeld-Stur:
"Rassespezifische Zuchtstrategien beim Rhodesian Ridgeback",
Doz. Dr. Henninger: "Wert des röntgenologischen
Screeningverfahrens für die Hundezucht - Standortbestimmung und
Ausblick", Dr. Günther Schwarz: "Relevante Erkrankungen
beim Rhodesian Ridgeback - Verlauf und therapeutitische
Möglichkeiten"
10.1.2009,
München, Züchterseminar der DZRR, : Dr.Udo
Gansloßer, Universität Greifswald: 1.
Welpenaufzucht: Prägung und Sozialisation 2. Mehrhundehaltung 3.
Motivation und Arbeitsfreude
25.11.2009: Anton
Fichtelmaier: Zur Ruhe Reizen
9.4.2011, München,
Züchterseminar der DZRR: Dr. Thomas Gödde: Erkrankungen der Wirbelsäule und
des Nervensystems beim Rhodesian Ridgeback, Dr. Henning Schenk: Klinische
Aussagekraft genetischer Tests aus Sicht eines Neurologen, Dr. Bianca Dusi-Färber:
Deckzeitbestimmung bei der Hündin, Geburtsvorbereitung, Geburt und
Welpenerstversorgung
13.6.2011, Bad
Blankenburg: Breed Clinic mit Frau U. Ralfe, Südafrika. Eine Erläuterung des
Standards an Hand von Bildern
Prüfertätigkeiten:
25.11.1989 Prüfungsleiter der Rettungshunde-Prüfung der RHS Isar
e. V.
1990 und 1991 Prüfer für Rettungshundeprüfungen (Eignung, TSH I,
TSH II) der RHS Isar e. V.
1991-1993 Prüfer für Erziehungskurse der RHS Isar e.V.
Einsätze:
Oktober 1990 Einsatzleiter der Gruppe II der RHS Isar e.V. bei der
Katastrophenschutz-Vollübung „Rotes Pferd“ in Erding
Oktober 1990 Einsatzleiter der RHS Isar e.V. bei einer Vermisstensuche
in Wasserburg
Sonstiges:
1991-1993 eigene Hundeerziehungskurse in Vaterstetten ( 39
Teilnehmer)
Leitung der Welpenprägungstage der
eigenen Würfe / "Strebergruppe"
2010 Fährtenseminar für die Hunde
der eigenen Würfe und Gasthunde
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